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Drehsitz – Ardha Matsyendrasana

Auf geistiger Ebene wirkt der Drehsitz stressreduzierend, stärkt die Nerven, harmonisiert und beruhigt. Er ist bestens geeignet, um lebensverändernde Situationen wie z.B. Jobwechsel, Umzug, Prüfungen u.ä. zu puffern. Diese Asana hält uns im Gleichgewicht, gibt Kraft und lässt uns würdevoll und flexibel mit Neuerungen umgehen.

Auf körperlicher Ebene sorgt diese Übung für eine flexible Wirbelsäule, wirkt entgiftend und verdauungsanregend durch die  Bauchmassage, die durch die Drehung ausgelöst wird, stärkt das sympathische Nervensystem und massiert die Rückenmuskulatur. Die gesamte Rückenmuskulatur wird gedehnt. Die Wirbel begeben sich automatisch zurück in die richtige Stellung.

Energetisch öffnet der Drehsitz die feinstoffliche Wirbelsäule (Shushumna) und aktiviert das Sonnengeflecht (Solarplexus). Im Yoga gilt er deshalb als eine der wichtigsten Übungen. Aktiviert werden die Chakras Muladhara (Wurzelchakra), Ajna (Drittes Auge) und Sahasrara (Scheitelchakra).

Anfänger beginnen mit dem einfachen Drehsitz, um die Bänder, Sehnen und die Muskulatur nicht überzustrapazieren. Im übenden Wiederholen reagiert der Körper für gewöhnlich sehr rasch mit Flexibilität. Nach einer Weile kann man den halben und später den ganzen Drehsitz ausführen.

Wichtig ist, in der Wirbelsäule aufrecht zu bleiben und einen stolzen Brustkorb zu bilden. Im halben Drehsitz sollte das ausgestreckte Bein gerade nach vorne zeigen und der über das Knie gestellte Fuß möglichst ganz aufgestellt auf Kniehöhe abschließen.

Im ganzen Drehsitz sollten beide Gesäßwangen gleichmäßig auf dem Boden bleiben. In allen Sitzhaltungen dieser Asana geht der Blick über die Schulter nach hinten. Ebenso wichtig ist es, nach der Drehung eine Ausgleichsbewegung zu vollziehen, z.B. indem mit den Fingern beider Hände vor dem gerade ausgerichteten Körper ineinander gegriffen wird (Hakengriff) und der Oberkörper ein paar mal sanft rhythmisch zu beiden Seiten gedreht wird. Ein anderer Ausgleich kann durch den Fersensitz oder der kreuzbeinigen Sitzhaltung geschaffen werden. Die Wirbelsäule sollte dabei aufrecht sein. Ausreichend Zeit zum Nachspüren nehmen.

Natürlich gibt es, außer der unten gezeigten Stellungen dieser Asana, noch weitere Varianten.

In der entspannten, sitzenden Vorwärtsbeuge wie auch in der Stellung des Kindes (Garbhasana), lassen wir die Schulterblätter weit auseinander fallen und runden den Rücken soweit wie möglich.

Tiefe Bauchatmung verstärkt die Wirkungen dieser Übungen. Die Bauchorgane werden dabei massiert und die Atemmuskultur gestärkt. Auch die Bauchlage wirkt nach anstrengenden Übungen entspannend. Dabei können die Hände unter die auf dem Boden liegende Stirn gelegt werden oder aber man gibt die Arme weit nach vorne von sich weg. Das streckt den ganzen Körper angenehm.

3 Kommentare zu “Drehsitz – Ardha Matsyendrasana

  1. Eine Bekannte fragte mich Folgendes:
    „der ideale Sitz zum Wirbelblockieren für mich …. nen Tipp, wie ich das vermeiden kann?“

    Meine Antwort:
    du kannst andere rückenstärkende Übungen machen, bevor du in den Drehsitz gehst. Hast du dir den einfachen Drehsitz angesehen…? Der ist ganz sanft. Auf jeden Fall keine Übung machen, die Schmerzen verursacht.
    Im Yoga gibt es an sich immer sanfte Versionen als Alternative. Sind aber Skelettschäden vorhanden, gibt es natürlich Einschränkungen.
    Ich z.B. habe eine versteifte Lendenwirbelsäule. Die unteren paar Wirbel sind wohl durch die Schwangerschaften in Mitleidenschaft gezogen worden, da frau ja in eine Hohlkreuzhaltung geht, um die mächtige Wampe auszugleichen.
    Ich kann deshalb nicht nach vorne und hinten mit dem Rücken abrollen. Dabei habe ich enorme Schmerzen. Also lass‘ ich’s lieber und rolle seitwärts. Ich arbeite an einer Lockerung. So ganz wird das aber nicht mehr … Dafür kann ich gut singen. 🙂
    Du kannst den sanften Drehsitz nach ausreichend Lockerungsübungen machen, also, wenn du richtig warm bist. Dann bleibe nur kurz in der Drehhaltung, so dass sich dein Körper daran gewöhnen kann. Die meisten verharren zu lange in der Drehung. Das wäre nur etwas für Fortgeschrittene. In die Übung gehen, richtig Atmen, wieder rausgehen. Nachspüren, entspannen. Auch die Entspannung kommt meistens zu kurz.
    Nach jeder Anspannung folgt immer eine Entspannung, ein Nachspüren. Das predige ich in jeder Stunde

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  2. PS: wenn du in der Drehung die Arme gerade nach oben zur Decke nimmst, so tust, als würde jemand deine Arme nach oben lang ziehen und den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule hältst, gibt es Erleichterung. Die feinen Gelenke können besser in eine normale Position „zurückspringen“.

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  3. Pingback: Drehsitz – Ardha Matsyendrasana – Mirabai Sommerfeld

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