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Der herabschauende Hund – Adho Mukha Svanasana

Diese Asana schaut leichter aus, als sie ist. Anfängern wird schnell klar, dass der Körper ganz schön viel Dehnung und Kraft braucht, um die Übung richtig auszuführen, insbesondere dann, wenn vom vielen Sitzen die Sehnen und Bänder etwas verkürzt sind. Als Teil des Sonnengrußes (Surya Namaskar) trifft man immer wieder auf dieses yogische Getier. Deshalb ist es ratsam, sich regelmäßig diesem besonderen Vierbeiner mit gebührendem Respekt zuzuwenden. Fletscht der Hund anfangs noch die Zähne, so freundet er sich relativ schnell mit uns an, wenn wir ihn genügend füttern. Bewegung ist die Lieblingsspeise unseres neuen “Haustieres” und das Üben seine Nachspeise. Er braucht nicht viel Platz, kommt – genügsam wie er veranlagt ist – mit einer einfachen Matte 60 x 1,90 aus, die wir ihm liebevoll auf dem Boden ausrollen.

Spaß beiseite 🙂.

Reichen die Fersen nicht komplett auf den Boden, so sollte man demütig und geduldig step by step den Bändern und Sehnen Zeit geben, sich zu dehnen. Man muss ja schließlich auch Fernziele haben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich der Körper lockert, reckt und streckt unter all den gesunden Übungen.

Der Rücken sollte gerade sein. Das wird erreicht, indem man die gespreizten Hände nach vorn von sich schiebt. Das Gesäß bildet den höchsten Punkt und ragt wie ein Hausdach Richtung Decke oder Himmel, je nachdem, wo wir mit dem Hündchen rumtollen: ob drinnen oder draußen, Hauptsache, wir beschäftigen uns mit ihm.

Handgelenke, Arme, Schultern, Ellenbogen und Hüfte werden in eine Linie gebracht und, wie schon gesagt, die gespreizten Hände kräftig nach vorn von uns weggedrückt. So werden auch die Handgelenke nicht strapaziert, da der Schwerpunkt sich eher nach hinten Richtung Beine verlagert.

Der Kopf sollte in Verlängerung der Wirbelsäule gehalten werden. Der Blick geht Richtung Bauchnabel.

Ein wichtiger Grundsatz im Yoga ist, bei sich zu bleiben und achtsam mit sich umzugehen. Immer schön geduldig bleiben und nichts erzwingen wollen.

Diese Asana beruhigt das Gehirn und streckt den ganzen Körper, verbessert die Blutzirkulation, vertieft den Atem und stimuliert das Nervensystem. Adho Mukha Svanasana sortiert wirre Gedanken, bringt den Geist zur Ruhe.

Bewährt hat sie der Hund als Helfer in der Menopause, bei Asthma, Osteoporose, Müdigkeit und Anspannung.

Es ist nicht verwunderlich, dass Adho Mukha Svanasana das erste Chakra, das Muladhara (Wurzelchakra), aktiviert. Hier wohnt u.a. der Instinkt. Diesem Chakra ordnet man auch die Gewohnheiten und gewohnheitsmäßigen Handlungen zu. Ausgleichen lässt sich das Chakra auch mit ausreichendem Schlaf, einer gesunden Tagesroutine, einschließlich regelmäßiger Nahrungsaufnahme.

Kontraindiziert ist diese Asana bei Bluthochdruck und chronischem Augenleiden (Netzhautablösung).

Adho Mukha Svanasana

Adho Mukha Svanasana

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