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Hähnchen à la Strasbourg

hähnchen in kokos-sahne

Mmmmmhhhh, das ist eines meiner Lieblingsgerichte. Ich nenne das Rezept „Hähnchen á la Strasbourg“, weil ich es vor Jahren so ähnlich dort serviert bekam. Ich erwartete ein knusprig gebratenes Hühnerbein, anbei Kokossoße – es kam aber ein in Soße gekochtes Schenkelchen, angerichtet in einem schönen Porzellantopf.

Serviert wurde das Gericht mit – na, was wohl? Klar: hausgemachten Spätzle! Ich war zunächst enttäuscht und dachte, mich erwartet ein Labberbein in Labbersoße mit Labbernudeln. Nur der Porzellantopf erfreute mein hungriges Herz.

Nach der ersten Gabel aber wurde ich mehr als angenehm überrascht. Hätte ich einen Stern dabei gehabt, ich hätte ihn dem Koch augenblicklich an die Mütze geheftet. Das Mahl schmeckte vorzüglich, war bestens gewürzt und fein abgeschmeckt. Die Kokossoße mit dem Curry und anderen Aromaten war derart delikat, dass ich zuletzt beinahe das Töpfchen ausgeschleckt hätte. Wie dumm nur, dass mich meine anerzogen guten Manieren davon abhielten.

Ich kochte heute etwas Ananas mit hinein. Statt der Spätzle wünschte sich mein Gatte einen Kartoffelknödel. Und da endlich wieder Spargelzeit ist, briet ich eben diesen dazu. Ansonsten bin ich mit meinem Gefühl für das pikante Rezept ziemlich nahe dran. Es hat mal wieder hervorragend gemundet.

Bio-Hähnchenkeulen scharf anbraten, gewürfelte Zwiebel, etwas Curry, etwas Kurkuma, eine Prise Zimt, eine Prise Kardamom, etwas Pfeffer, einen Teelöffel getrockneten Liebstöckel oder ein paar Blätter frischen Liebstöckel und Gemüsebrühe hinzugeben. Wenn gewünscht, etwas Knoblauch hinzugeben. Die Keulen mit der Brühe gut bedecken. 20 Minuten köcheln lassen. Zwei Hände voll Erbsen und 3-4 Esslöffel Kokoscreme hinzugeben. 10 Minuten köcheln lassen. In wenig Wasser Kartoffelmehl anrühren und die Soße damit leicht andicken. Ganz zuletzt getrockneten Bärlauch und Kräuter de Provence hinzugeben. Servieren mit Gemüse der Saison, Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle. Viel Spaß beim Nachkochen!