Leberwickel

mit Schafgarbenaufguss.

Die Schafgarbe ist eines der Hauptmittel, um die Leber zu entlasten. Ihren beruhigenden, entzündungshemmenden Eigenschaften ist es zu verdanken, dass man sie bei vielerlei Gesundheitsstörungen einsetzen kann. Schafgarbe wird sowohl als Tee, in Salben, als wertvolles ätherisches Öl als auch als kurmäßig angewandte Leberwickel in dampfenden Aufgüssen genutzt. Bei Erkältungen sind dampfende Auflagen auf der Brust sehr wohltuend. Auch Einreibungen mit Schafgarbensalben sorgen für Linderung bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Schafgarbe regt den Gallenfluss an.

Ein Leberwickel sorgt für eine gute Durchblutung der sensiblen Bauchregion und damit für einen guten Fluss der Galle und weiterer Verdauungssäfte. So ein Wickel wirkt entkrampfend und beruhigend.

1 EL Schafgarbenkraut, welches in Apotheken erhältlich ist, in einem halben Liter dampfenden Wassers geben und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen. In der Zeit eine Wärmflasche vorbereiten.

Nach 5 Minuten ein ausreichend großes Baumwoll- oder Leinentuch in das Wasser legen und ausgewrungen leicht nach rechts versetzt im Leberbereich auf die Rippen legen. Die Wärmflasche in ein Wolltuch hüllen und auf den Leberwickel legen. Das Ganze mit einem Laken, Leinentuch oder großem Badetuch umwickeln und 20-30 Minuten einwirken lassen.

Es empfiehlt sich, den Wickel gut vorzubereiten. Sinnvoll ist deshalb, zu Oberst das Laken ca. 40 cm breit gefaltet auf das Bett zu legen, um es zuletzt rasch um den mit dem heißen Wickel und der Wärmflasche versehenen Bauch schlagen zu können.

Hinterher 15-20 Minuten ruhen oder in Ruhe schlückchenweise einen Kräutertee trinken.

Das ätherische Schafgarbenöl sollte von einem Hersteller des Vertrauens geordert werden, um gepanschtes oder gar synthetisch hergestelltes Öl auszuschließen. 5 ml des wertvollen Öles bewegen sich um die 25,00 Euro (in 2019/20). Das ätherische Öl der Schafgarbe ist sehr intensiv und entsprechend sparsam im Verbrauch.

Ich fülle mir in einem Leerfläschchen (Apotheke) etwas Mandelöl ab und träufele ein paar wenige Tropfen der ätherischen Schafgarbe dort hinein, verschüttele es kräftig und habe ein wunderbar weiches, entzündungshemmendes Pflegeöl für z.B. gereizte Gesichtshaut, welches sofort zum Einsatz kommen kann. Auf ca. 20 ml Mandelöl kommen 2-3 Tropfen ätherisches Schafgarbenöl. Das ätherische Öl nie pur anwenden!

Ähnlich ließe sich z.B. eine naturreine Ringelblumensalbe mit ätherischem Schafgarbenöl „aufarbeiten“   oder aber in Sheabutter oder Kakaobutter verrühren. Beide letzt genannten Butter sind im Bioladen erhältlich. Ich persönlich spare mir damit die etwas aufwendigere Herstellung einer Salbengrundlage. Auf ca. einem EL Salbengrundlage kommen 2 -3 Tropfen ätherisches Schafgarbenöl. Wem das Aroma zu bitter krautig daher kommt, kann 1-2 Tropfen reines Lavendelöl hinzugeben.

Auch ließe sich ätherisches Schafgarbenöl kombinieren mit Zinksalbe.

Um einen Ölauszug aus der Schafgarbe herzustellen – nicht zu verwechseln mit dem ätherischen Öl – bedarf es eines sauberen, verschließbaren Gefäßes, hochwertiges Olivenöl oder ein anderes Pflanzenöl der Wahl und frisch gesammeltes oder getrocknetes Schafgarbenkraut. Das Kraut zerkleinert in das Öl geben, gut verschließen und in der Sonne oder an einem warmen Ort 3 Wochen reifen lassen. Ab und zu schütteln. Über ein zweites Gefäß einen Kaffeefilter stülpen, so dass der Filter über dem Gefäßrand ragt und das gereifte Öl filtern. Das kann Stunden dauern. In eine Braunglasflasche füllen, mit einem Etikett mit Herstellungsdatum versehen und kühl und dunkel lagern, aber nicht in den Kühlschrank geben.

Der Ölauszug kann pur,  mit verschiedenen ätherischen Ölen oder bei Bedarf in Pflegecremes verrührt werden.