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Kleine Zuwendungen ganz groß

Oft werde ich gefragt, wie sich das Körperempfinden bei verschiedenen gesundheitlichen Störungen wie z.B. Arthrose, Gelenksteifigkeit oder -schmerz, müder Muskulatur, nicht in der eigenen Mitte sein usw. verbessern lässt.

Gern trage ich hierfür die aus meiner Sicht wichtigsten kleinen, liebevollen Zuwendungen für den  Körper zusammen, die du dir neben einem der Tagesform angepassten Yoga Workout gönnen kannst. Genügend Anregungen für Yogaübungen findest du in diesem Blog in Wort und Bild. Am Besten aber suchst du dir eine Yogalehrerin / Yogalehrer, die / der dich anleitet. Es macht viel Freude, in einer Gruppe Yoga zu zelebrieren.

 

An manchen Tagen mag es dir aus Zeitmangel nicht recht gelingen, ein ausreichendes Yoga auf die Matte zu turnen. Wenigstens aber solltest du dich dem Manipura Chakra, dem Bereich des Solarplexus in deiner Körpermitte, zuwenden. Hier befindet sich der Sitz deiner Persönlichkeit, deine Macht im positiven Sinne, deine Lebendigkeit, dein Durchsetzungsvermögen. In diesem Bereich werden Wünsche und Antriebe transformiert.

Setze dich in Stockposition – entweder im kreuzbeinigen Sitz oder mit nach vorn ausgestreckten Beinen – auf deine Matte oder Teppich, vielleicht findest du aber auch deinen Stuhl bequemer, das ist okay. (Foto) Lege deine Hände links und rechts neben dir an den Boden, richte deine Wirbelsäule auf. Die Halswirbelsäule bleibt in Verlängerung der Wirbelsäule. Stelle dir vor, eine liebevolle göttliche Kraft zieht dich sanft am Scheitel noch etwas gerader. Lasse imaginär aus deinem Steißbein Wurzeln bis tief in die Erdmitte wachsen, verbinde dich mit Mutter Erde. Nur ein Baum, der gut verwurzelt ist, kann seine Krone ausweiten und wachsen, ohne dabei umzukippen.

Gehe mit deiner Aufmerksamkeit in deine Körpermitte, da, wo der Sitz des Bauchgefühls ist. Imaginiere einen goldgelben sanften Wirbel, der deine ganze Körpermitte erhellt. Lächle und nehme die sanfte Energie in dich hinein. Verteile das Licht im ganzen Körper. Verweile einige Minuten in diesem Licht.

Mit dieser kleinen Übung des sich Erdens und in deine Mitte bringen kannst du schon viel Anspannung lösen und zu dir selbst kommen. Du kannst Dinge, die dir passiert sind, besser und ruhiger analysieren, kannst Einflüsse bewusster und gelöster aus deiner Mitte heraus be- und verarbeiten. Du stärkst deine Intuition.

Eine Maßnahme, um alle Gelenke im Körper gesunderhaltend zu beeinflussen, ist die sanfte Massage des Marmapunktes Gulpa (Foto), der seinen Sitz am Fußgelenk hat. Im Ayurveda bezeichnet man energetische Punkte als Marmapunkte. Massiere mit wenig hochwertigem Öl oder einer guten Creme sanft diesen Punkt und dehne die Massage auf das komplette Fußgelenk aus. Deine Füße werden sich auch über eine komplette Massage freuen. An jedem Fuß enden 70.000 Nerven. Das mag dir verdeutlichen, wie sensibel die Füße jeden Tritt, jeden Stand, jede Bewegung, jede Berührung wahrnehmen und diese mit verschiedenen Signalen dem Körper beantworten. Hieraus lässt sich auch der positive Einfluss einer Reflexzonenmassage erklären. Massiere dein Gulpa solange es dir gut tut, mindestens aber eine Minute pro Fuß.

Du kannst dein Immunsystem stärkend beeinflussen, indem du sowohl an den Füßen, als auch an den Händen deine „Schwimmhäute“ sanft zupfst. An den Punkten zwischen Fingern und Zehen befinden sich Knotenpunkte der Lymphbahnen.

Du beeinflusst günstig die Bildung von Gelenkschmiere, indem du mit den Zehen kräftig greifst und sie wieder aufspringen lässt. Mache das ein paar mal. Die Zehen spreizen und wieder entspannen. Die Füße mit gestreckten Beinen an den Körper heranziehen und dann vom Körper weg strecken. Die Füße in den Gelenken nach links und rechts geben. Diese kleinen Übungen bewirken schon ganz viel im Körper, regen die Venenpumpe an, stärken die Muskulatur und sorgen für mehr Gelenkigkeit.

Mit den Händen kannst du kräftig Fäuste bilden und diese aufspringen lassen. Sie bleiben gelenkig und es wird ausreichend Gelenkschmiere gebildet.

Eine weitere Maßnahme, das Immunsystem zu stärken, ist der aus der chinesischen Akupunktur bekannte Punkt Dickdarm 4, der seinen Sitz am höchsten Punkt zwischen Daumen und Zeigefinger hat, wenn du den Daumen nahe an die Hand presst (Foto). Drücke mit dem Daumen der anderen Hand auf diesen Punkt, löse dabei den Daumen und massiere mit ganz kleinen Kreisen den Punkt. Fühlt er sich unangenehm, gar schmerzend an, dann hast du die richtige Stelle zu fassen. Mit dieser kleinen Akupressur kannst du deinem Körper helfen, z.B. mit einer Erkältung besser fertig zu werden oder sie gar rechtzeitig abzuwehren. Autoimmunprozesse können günstig beeinflusst werden. Natürlich gehört dazu auch ein gesunder, ausreichender Schlaf, eine hochwertige Ernährung, leben in gesundem Rhythmus, Authentizität und soziale Hygiene.

Der Ayurveda empfiehlt, sich an Tagen, an denen die Zeit knapp ist für Yoga, Massagen etc., zumindest dem Kopf und den Füßen zuzuwenden. Für den Kopf kann man z.B. ein schönes Haarwasser benutzen. Weleda hat ein sehr schönes im Programm. Verteile einige Spritzer des stärkenden Haarwassers auf deiner Kopfhaut und massiere sie sanft mit den Fingerspitzen. Das beruhigt die Nerven, stärkt den gesamten Kopf, entspannt das Gesicht und deine Haare danken es dir mit kraftvollem Glanz und gesundem Wachstum. Hast du etwas mehr Zeit, dann verwende ein warmes Sesamöl und massiere damit Kopf, Ohren und Haar. Hinterher kannst du das Öl mit einem sanften Naturshampoo wieder herauswaschen. Diese Maßnahmen wirken vorzeitigem Ergrauen und Haarausfall entgegen. Gedanken werden beruhigt, das Gesicht kann sich entspannen. Eine Kopfmassage mit einem hochwertigen, ayurvedischen Öl verjüngt das Gesicht.