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Frühling – die Kapha-Zeit beginnt

Eines der 3 Doshas des Ayurveda ist das Kapha-Dosha. Kapha löst die Vata-Zeit des Winters ab und will leichter und beweglicher werden, entschlacken und Frühlingsfrische tanken – einmal volltanken, bitte!

In den Tageszeiten findet Kapha seine Entsprechung zwischen 6:00 und 10:00 Uhr am Morgen und 18:00 und 22:00 Uhr am Abend.

In den Jahreszeiten lebt das Kapha-Prinzip in den Monaten März bis Ende Mai, Anfang Juni. Die kapha-typischen Elemente Erde und Wasser machen diese Zeitqualität schwer, zäh und kalt. In diesen Monaten will sich der gesamte Organismus einerseits befreien von im Herbst und Winter angesammelter Schwere und andererseits der Nässe und Kälte im Frühjahr etwas entgegen setzen. Die Qualität der Kaphazeit kann zu lethargischen Veränderungen in Körper und Geist führen. Es gilt deshalb, im Frühjahr ganz besonders auf das Verdauungsfeuer, das sogenannte Agni, zu achten. Leichte Speisen und viel Bewegung in der Natur, Yoga und Ausgleichssport auszuüben, sind hilfreich, den Körper aus der Schwere in die Beweglichkeit zu heben. Schlackstoffe im Körper, das im Ayurveda sogenannte Ama, können z.B. zu Gliederschmerzen, Kreislaufstörungen, Adipositas, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Müdigkeit und zur trägen Verdauung bis hin zur Verstopfung führen. Geist und Körper werden schwer, unflexibel und dumpf.

Wieder einmal sind insbesondere grüne Gemüse, gut gekocht und gewürzt, von großer Bedeutung. Von Zeit zu Zeit dürfen die Speisen ein wenig mehr Schärfe bekommen. Alles, was den Stoffwechsel ankurbelt, ist während der Kapha-Zeit erwünscht.

Sehr vorteilhaft ist auch die Heisswassertrinkkur.

Esse hochwertige Gemüse und frisches Obst aus biologischer Erzeugung, um das Ojas zu stärken. Ojas bezeichnet man im Ayurveda eine positive Energie, die Freude, geistige und körperliche Stärke, eben Lebensenergie fördert. Ayurvedisches, probiotisches Lassi fördert ebenfalls die Verdauung und stärkt das Immunsystem.

Wunderbar gesund und leicht sind grüne Smoothies. Erste frische Wildkräuter wie z.B. Löwenzahn- und Brennesselblätter und Giersch lassen sich mit hineinmischen. Besonders stärkend ist Moringa. Dieses Pulver, das aus dem kompletten Moringabaum hergestellt wird, erhält man in einem guten Bioladen. Moringa kann ebenfalls dem Smoothie hinzugefügt oder auch in Joghurt eingerührt werden. Damit das Ganze etwas gefälliger schmeckt, ist ein leichtes Süßen mit Agavendicksaft oder ayurvedischem Zucker, dem Sharkara, erlaubt.

Fastfood, Dosennahrung und wieder Aufgewärmtes sind absolut Tabu. Diese Dinge schwächen das Agni, das Verdauungsfeuer, sorgen für Ama, der Ansammlung von Schwere, von Unverdautem im Körper und machen träge und dumpf. „Man ist, was man isst“. Der Ayurveda fügt dem hinzu: man ist, was man verdaut.

Ungesunde, schwere Nahrung führt nachgewiesener Maßen zu Arteriosklerose und damit steigt die Gefährdung von Herzinfarkt, Schlaganfall, Gicht, Rheuma usw..

Ingwer, Kardamom, Zimt, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Dill, Majoran, Oregano, Petersilie und alle frischen Kräuter sollten viel eingesetzt werden. Mais, Gerste, Reis, Basmatireis und Hirse sind bevorzugte Getreide während dieser Zeit.

Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Rettich, Radieschen senken das Kapha. Rohkost in Maßen, da das Verdauungssystem durch warme Speisen effizienter funktioniert. Es geht schließlich darum, Speisen so leicht wie möglich verdauen zu können.

Abends sollten warme, leichte Suppen oder Knäckebrot gegessen werden. Auf Süßes am Abend sollte verzichtet werden.