Kurkuma – ein unverzichtbarer, gesunderhaltender Allrounder

Das typisch gelbe Pulver, auch als Gelbwurz bekannt, wird aus dem Rhizom des Curcuma longa gewonnen und ist äußerlich dem Ingwer zum Verwechseln ähnlich.

Kurkuma gilt im Ayurveda als sehr wichtiges, breit im menschlichen Organismus wirkendes Gewürz- und Heilmittel. Der im Kurkuma enthaltene Bestandteil Curcumin, eines der im Kurkuma enthaltenen Curcuminoide, hat einen günstigen Einfluss auf allergische Reaktionen, wirkt lindernd und heilend bei Hauterkrankungen – insbesondere bei Akne – und hält Haare und Nägel stark und vital. Kurkuma gehört im Ayurveda zu den „heißen“, energiespendenden, reinigenden Gewürzen. Es stärkt nachhaltig das Immunsystem.

Kurkuma wirkt durch seine ätherischen Bestandteile krampflösend bei Verdauungsbeschwerden im Magen- Darmtrakt, wirkt Blähungen entgegen und regt bei fetteren Speisen den Gallenfluss kräftig an. Das tiefgelbe Gewürz unterstützt den gesunden Stoffwechsel.

Wissenschaftlich erwiesen ist die heilende Wirkung bei Atemwegserkrankungen (Lunge), Alzheimer, Darm- und Lebererkrankungen, generell bei Entzündungen aller Art. Kurkuma wurde erfolgreich bei der Verhinderung der Ausbreitung von Metastasen bei Brustkrebs eingesetzt. Ebenso beobachtet wurde eine positive Wirkung im Knochenstoffwechsel. Kurkuma hält die Knochen gesund und wirkt Osteoporose, dem gefürchteten Knochenabbau, entgegen.

Curcumin hat eine ähnlich schmerzlindernde, entzündungshemmende Wirkung wie einschlägige chemische Schmerzmittel, ohne jedoch deren unliebsamen Nebenwirkungen zu produzieren.

Kurkuma hat sich bewährt bei Rheuma und Gelenkbeschwerden, ähnlich dem Weihrauch.

In der Küche regelmäßig verwendet, birgt Kurkuma demnach ein sehr breites Präventivspektrum. Verschiedentlich kombiniert mit weiteren Powergewürzen wie Ingwer, Zimt, Kreuzkümmel, Fenchel, Bockshornkleesamen, Kardamom, Koriandersamen etc. sorgen die intelligenten, duftenden, wohlschmeckenden und teils farbenfrohen Pülverchen und Samen für Vitalität, Wohlbefinden und Stabilität. Gewürze sind das i-Tüpfelchen in jeder guten Küche!

Links das Rhizom des Ingwer und rechts das Kurkuma Rhizom und Kurkuma pulverisiert. Kurkuma färbt sehr stark. Ich trage beim Schneiden der Wurzel Handschuhe, da die gelbe Farbe nachhaltig Finger und Fingernägel färbt. Das geht manchmal tagelang nicht weg.

Links das Rhizom des Ingwer und rechts das Kurkuma Rhizom und Kurkuma pulverisiert. Kurkuma färbt sehr stark. Ich trage beim Schneiden der Wurzel Handschuhe, da die gelbe Farbe nachhaltig Finger und Fingernägel färbt. Das geht manchmal tagelang nicht weg.

Schon wieder …

VANILLEPUDDING!

Am Sonntag darf das! 🙂

Rezept zwei Beiträge weiter unten.

Echte Vanille wirkt entzündungshemmend, beseitigt Pilze, bzw. beugt solchen vor und in der Krebsforschung weiß man, dass die Orchideenfrucht das Erbgut schützt und Mutationen menschlicher Gene zu verhindern imstande ist. Vanille hilft bei Schlafstörungen und kann die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Aufgrund einer ähnlichen molekularen Struktur der Vanille zu menschlichen Pheromonen sagt man der Frucht sogar eine aphrodisierende Wirkung nach.

What ever: mit Vanille- und Orangenduft erfreut man Kinderherzen und das Kind gebliebene in einem selbst. Vanille wird deshalb auch gerne von Psychotherapeuten eingesetzt, weil sie Kindheitserinnerungen zurückholen, bzw. einen “Schutzraum” bieten, aber auch verschüttete Negativerfahrungen zurückholen kann, die es gilt aufzubrechen, damit das Leben im Hier und Jetzt befreiter und unbelasteter gelebt werden kann, sozusagen tiefgehende Problembewältigung mit echten Aromen. Vanille gehört nicht nur in die Puddingschüssel sondern auch in die Aromatherapie.

Frisch gekochten Vanillepudding genossen wir bei schönstem Frühlingssonnenschein im Garten.

Frisch gekochten Vanillepudding genossen wir bei schönstem Frühlingssonnenschein im Garten.

Mein Vanillepuddinggesicht :)

Mein Vanillepuddinggesicht 🙂

Wohlig wie eine liebevolle Umarmung

… kann nur Vanillepudding sein!

Vanillepudding mit Schokosoße und Früchten

Vanillepudding mit Schokosoße und Früchten

Den kochte ich für eine ganz liebe Freundin, die mich heute besuchte. Wir hatten wundervolle Stunden miteinander, kochten gemeinsam ein Essen, ließen es uns schmecken und plauderten angeregt. Wir kennen einander seit etwa 40 Jahren. Was ist wertvoller, als eine gereifte, langjährige Freundschaft!? Da kann es nur selbst gekochten Vanillepudding als Nachspeise geben ❤

Den Pudding kochte ich mit Milch aus artgerechter Tierhaltung. Natürlich kann man auch Mandel-, Hafer- oder Haselnussmilch nehmen. Eine angeritzte Vanilleschote mit köcheln lassen, später mit einem Messer vorsichtig über dem Topfrand auskratzen. Ich nahm Rohrohrzucker zum Süßen und gab etwas Kurkuma hinzu. Zum Andicken Speisestärke mit wenigen Wasser anmischen und der Vanillemilch unterrühren. Eine Minute gut rühren und dabei leicht köcheln lassen.

Ich trennte ein Ei und gab das Eigelb in den köchelnden Pudding. Das Eiweiß steif schlagen und dem abgekühlten Pudding drunter heben. Das macht ihn wunderbar fluffig und leicht. Grundsätzlich nehme ich tierische Produkte aus artgerechter Tierhaltung. Etwas anderes kommt für mich nicht in Frage. Massentierhaltung, elendige Tiertransporte etc. kann ich persönlich gar nicht akzeptieren.

Früchte in feine Würfel schneiden. Ich nahm dunkle Weintrauben, Apfel und Kiwi. Die Früchte machte ich mit wenig Agavendicksaft an, damit sie etwas Saft abgeben. Ein Hauch von Zimt rundet das Früchtegemisch ab und harmoniert mit Vanillepudding par excellence.

Die Gefäße beträufelte ich mit Spuren von Schokoladensoße, gab die Früchte hinein und den Pudding oben drauf. Ein paar Zartbitterschokoplättchen und jeweils eine Physalis zum Garnieren und fertig war die süße, vanillige Umarmung.

Hirse-Gemüse-Gratin

Hirse-Gemüse-Gratin mit Käse und Oliven

Hirse-Gemüse-Gratin mit Käse und Oliven

Hirse zwei fingerbreit mit Gemüsebrühe bedecken und wie Reis köcheln lassen oder Hirseflocken mit Gemüsebrühe übergießen und quellen lassen.

Fenchel, Möhren, Tomaten, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln in Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Grüne, entsteinte Oliven halbieren, frischen Rosmarin zupfen und dem Bratgut hinzugeben. Ein paar Esslöffel Creme fraiche, etwas Salz, Pfeffer und Muskat hinzugeben. Hirse drunter heben. Ganz zuletzt einen Lieblingskäse grob hobeln und unterheben.

Eine Auflaufform mit etwas Öl einstreichen und die Masse in die Form geben. Etwas geriebenen Käse oben drauf geben und bei 175° Umluft ca. 20 Minuten backen lassen.

Dazu passt ein frischer Salat. In diesem Fall wählte ich einen Tomaten-Gurkensalat und gab etwas dunkle Balsamicocreme dazu.

Dazu passt ein frischer Salat. In diesem Fall wählte ich einen Tomaten-Gurkensalat mit Kräutern und gab etwas dunkle Balsamico Creme dazu.

Eine Intensiv-Kur mit Pflanzenhaarfarben

Pflanzenhaarfarbe von Logona

Pflanzenhaarfarben von Logona schenken sensationelle Naturtöne

Heute kümmerte ich mich mal wieder intensiv um meine Haare. Nach einer ausgiebigen Morgendusche mit zwei intensiven Haarwäschen mit meinem Lieblingsnaturshampoo föhnte ich das Haar trocken. 2 Haarwäschen deshalb, weil die Pflanzenhaarfarben besser halten, wenn alle Rückstände und Talg vollkommen beseitigt sind.

Pflanzenhaarfarben werden ins trockene Haar aufgetragen. Logona bietet verschiedene Farbnuancen schon fertig gemischt aus der praktischen Tube an.

Vorbereitung: die Farbe gebe ich in ein Glasschälchen und lege mir Plastikhandschuhe und Plastikhaube zurecht. 150 ml Farbe befinden sich in einer Tube Logona Color Cream. Für meinen asymmetrischen Bob benötige ich etwa die Hälfte. Es sollte ein altes Shirt getragen werden, falls doch mal ein Placken Farbe daneben geht. Das ist mir in all den Jahren bisher nur ein einziges Mal passiert. Nimmt man kleine Portionen zum Auftragen, kleckert auch nichts. Es ist eh ratsam, sorgfältig und bedächtig vorzugehen, damit das Tönungsergebnis harmonisch wird.

Logona bietet Kämme mit Pinsel an, mit denen sich die Farben im Haar verteilen lassen. Habe ich diesen anfangs noch benutzt, bin ich derweil dazu übergegangen, die Farbe direkt mit den Fingern aufzutragen. Dabei beginne ich mit dem Hinterkopf und arbeite mich über die Seiten Richtung Vorderkopf vor. Dabei massiere ich die Farbe bis auf die Kopfhaut runter und knete sie danach sorgfältig in die Längen. Zuletzt wird der ganze Kopf massiert, dabei knete ich immer wieder sanft die Haare durch, damit sich die Pflanzenfarbe gleichmäßig verteilen und sich das Haar vollsaugen kann. Wichtig ist, auch die Ansätze Richtung Gesicht und Hinterkopf, aber auch über den Ohren mit Farbe zu versehen. Mit einem feuchten Wattepad lässt sich die Farbe z.B. auf den Ohren oder auch Spuren auf der Stirn ganz leicht entfernen.

Die Color Cream lässt sich leicht auftragen und gut einmassieren. Gerne verwende ich auch Hennapulver, welches ich in Spuren unter die Fertigfarbe mische.

Pflanzenhaarfarbe "Indian Summer" und Hennapulver rot

Pflanzenhaarfarbe „Indian Summer“ und Hennapulver rot

Hennapulver gut in die Fertigfarbe rühren

Hennapulver gut in die Fertigfarbe einrühren

Die Farben lassen sich beliebig untereinander mischen. Grauabdeckung funktioniert nicht so, wie es chemische Farben zu leisten vermögen. Ich finde die Farbnuancen, die mit Pflanzenhaarfarben erreicht werden können, weitaus schöner als  chemisch unnatürlich gleichmäßig gefärbtes Haar. Chemie kommt mir eh nicht auf den Kopf.

Pflanzenhaarfarben frischen den Naturton auf und graue Haare, die sich dazwischen geschummelt haben, erhalten einen helleren Ton. Dadurch erhält das Haar ein lebendiges Farbspiel. Schaut aus, als hätte man sich aufwendig Strähnchen beim Friseur machen lassen oder als hätte die Sonne hellere Strähnen ins Haar gezaubert.

Haarfarbe auftragen, Haube drauf und eventuell noch ein Handtuch drumwickeln. 1 1/2 - 2 Stunden einwirken lassen, danach gründlich auswaschen.

Haarfarbe auftragen, Haube drauf und eventuell noch ein Handtuch drumwickeln. 1  1/2 – 2 Stunden einwirken lassen, danach gründlich auswaschen. Ich habe in der Früh erst einmal ausgiebig gefrühstückt, Mails gecheckt und meinen Tag vorbereitet. So konnte ich die Einwirkzeit prima überbrücken.

Pflanzenhaarfarben können dunkle Haare nicht blond färben.

Die Pflanzenhaarfarbe legt sich um jedes einzelne Haar herum, macht es somit etwas kräftiger, voluminöser. Die Pflegeanteile versorgen das Haar von Grund auf. Eine wunderbare Kur. Der Naturton wird etwas kerniger und leuchtender. Ich rate, beim eigenen Naturton zu bleiben. Mein natürlicher Haarton ist rehbraun mit ganz leichtem, rötlichen Schimmer, den man besonders dann wahrnehmen kann, wenn die Sonne draufscheint. Deshalb mische ich gern ein wenig Hennarot in die Tönung. Da ich bisher kaum graue Haare habe, brauche ich nur alle 6-8 Wochen zu tönen. Gern mache ich zwischendurch Haarölungen z.B. mit ayurvedischem Brahmiöl oder anderen ayurvedischen Kopfölen. Das versorgt die Kopfhaut optimal, fördert die Durchblutung, reinigt und entgiftet den Haarboden und wirkt vorzeitigem Ergrauen entgegen.

Graue Haare sind trockener und deshalb meistens störrischer. Die Schuppenschicht ist etwas ausgefranst, weshalb Pflanzenfarben schneller wieder herausfallen. Dann tönt man eben alle 4 Wochen. Manchmal reicht es auch, nur die Ansätze nachzutönen. Vielleicht freundet man sich eines Tages sogar mit dem Silberton an oder hat das Glück schlohweißen Haares? Im Alter wird der Teint heller. Kernige Haarfarben würden zu hart wirken und dabei den sanften Schein des Alters unnötig stören. Kernige, dunkle Farben würden das Alter unvorteilhaft verstärken.

Zum Glück geht der Trend zurück zum Natürlichen. In diesem Sinne – viel Vergnügen beim Experimentieren mit Pflanzenhaarfarben. Es gibt übrigens auch Henna farblos, wenn  es eine Pflanzenkur ganz ohne Pigmente sein soll.