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Kalte Zeit – Vatazeit

Vata ist eines der 3 Doshas, der Naturprinzipien des Ayurveda, das etwa mit dem Spätherbst beginnt. Das Vataprinzip äußert sich z.B. durch Trockenheit, Rissigkeit, gesteigertes Kälteempfinden, Nervosität, Gereiztheit, Ungeduld, getrübte Stimmung durch Lichtmangel, schnell erschöpfte Energie usw..

Vata ausgleichend sind warme, leichte Suppen, überhaupt warme Gerichte und Getränke. Das Vatadosha lässt sich günstig beeinflussen durch die Geschmacksrichtungen salzig, süß und sauer. Gute, natürliche Hausmannskost mit Vata senkenden Gewürzen wie z.B. Anis, Ingwer, Kurkuma, Fenchelsamen, Nelken, Zimt, schwarzer Pfeffer, Salz, Muskat und Kardamom stärken in der kalten Jahreszeit zudem das Immunsystem und wirken beruhigend, aufhellend und besänftigend auf das Gemüt.

Kräuter wie Thymian, Basilikum, Majoran und alle eher sauren Kräuter, sollten während der Vatazeit, die bis an den Frühling heranreicht und von der Kaphazeit abgelöst wird, so viel wie möglich eingesetzt werden. Kräuter und Gewürze wirken im Körper stoffwechselanregend, eliminieren mit ihren ätherischen Ölen Bakterien, eventuellen Wurmbefall und Viren und versorgen den Organismus mit Vitaminen, Spurenelementen und Chlorophyll.

Gemüse wie z.B. grüne Blattgemüse, Rote Bete, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Möhren, Schwarzwurzeln, Kürbis, Pastinaken, Sellerie, Stangensellerie, Zucchini, Salate usw. gehören in gedünsteter und gekochter Form auf den Tisch während der kalten Jahreszeit. Der Rohkostanteil sollte während der Vatazeit klein gehalten werden. Rohkost strengt den sensiblen Verdauungstrakt zu sehr an. Vata ist vorwiegend der Bauchregion zugeordnet. Die Rohkostverdauung nötigt dem Stoffwechsel viel Energie ab. Mit leicht gedünsteten und gekochten Zutaten wird der gesamte Stoffwechsel nachhaltig entlastet.

Dhals aus gelben und roten Linsen und Reis wirken ebenfalls stärkend. Mit Erbsen vorsichtig sein, wenn dann besser frische. Alles, was Luftansammlung im Bauch begünstigt, eher meiden. Linsengerichte lassen sich durch Zugabe bestimmter Gewürze viel besser verdauen.

Getreide wie Hafer, Buchweizen, Amaranth und Quinoa sind wunderbar nährend.

Süße, reife Früchte wie Mango, Bananen, Weintauben, Orangen, Mandarinen, Pflaumen, Äpfel, Kaki, Nektarinen und Ananas versorgen den Körper ebenfalls mit Vitaminen und vielen Spurenelementen.

Wichtig sind hochwertige Speiseöle und Ghee, das ayurvedische Butterreinfett, Sesamsamen, Leinsamen und natürlich auch Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashew- und Kürbiskerne und die Sonnenblumenkerne nicht zu vergessen.  Auch Kokosflocken können genommen werden. Zwar wirkt Kokos kühlend und wird eher dem Pitta, dem Feuerprinzip, zugeordnet, andererseits enthält Kokos eine gewisse Süße, nährende Öle und sehr viele Mineralien. Kokos kann durchaus auch in der Vatazeit genutzt werden.

Ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, eine Balance von Aktivität und Ruhephasen, leichter Sport, Yoga und Meditation sind vorteilhaft, um Vata auszugleichen. Außerdem hält das den Körper fit und jung.

Naturkleidung, eine natürliche Körperpflege und Tagesroutine sind für ein erhöhtes Vata unverzichtbar.

Rezeptinspirationen gibt es auf meiner Internetseite. Dazu auf das Bild klicken.

Viel frisches, gekochtes Gemüse in der Vatazeit

Viel frisches, gekochtes Gemüse in der Vatazeit

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